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Die Artillerie-Beobachtungs-Kompanie


Im Stellungskrieg des Ersten, aber auch noch des Zweiten Weltkrieges, bestand eine der Aufgaben der Artillerie in der Bekämpfung der feindlichen Batterien, dem «Einsatz als Konter-Batterie». Zudem ging es auch darum, die Situation der gegnerischen Batterien im Gelände festzustellen, da daraus auf eventuelle Absichten des Gegners geschlossen werden konnte.

Im Aktivdienst war jeder Division und Gebirgsbrigade eine Artillerie-Beobachtungs-Kompanie zugeteilt, im KP Heinrich die Kompanie 3 (3. Division). Sie bestanden aus Stab, Schallmesszug, Lichtmesszug, Photographenzug, Wetterzug, Verbindungszug und Motorfahrerzug und waren mit ihrem Personal und Material befähigt, wichtige Unterlagen technischer Natur für den Kampf zu beschaffen.

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Zugszentrale mit Rechner und Messtisch

Die feindlichen Feuerquellen wurden in Geländelage und Intensität durch die Licht- oder die Schallmessung festgestellt. Der Photographenzug lieferte Geländephotographien als wertvolles Hilfsmittel zur Verständigung zwischen örtlich getrennten Kommandostellen. Solche Aufnahmen leisteten ebenfalls gute Dienste bei der Lösung von Erkundungsaufgaben, sowie auch für die artilleristische Schussbeobachtung. Der Wetterzug besorgte den Wetterdienst, dessen Resultate der Artillerie wichtige Angaben für die Durchführung der Kampfaufgaben dienten. Da die vielen Posten und Auswertezentralen im Gelände naturgemäss verteilt waren, musste der Verbindungszug ein weitmaschiges Verbindungsnetz betreiben.

Nach dem Aktivdienst wurden 1949 die Artillerie-Beobachtungs-Kompanien aufgelöst und die Vermessungszüge den Artillerie-Abteilungen und die Photographenzüge den Stabskompanien der Divisionen zugeteilt. Die Ausstellung «Artillerie-Beobachtungs-Kompanie» zeigt diverse Mess- und Beobachtungs-Instrumente.

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Beobachtungs-Fernrohr (3 m)